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Feuilletons | Monika Gapińska

Ikonen der Kultur

Paris Hilton und die Kardashians arbeiten hart für diesen Titel. Aber kulturelle Ikonen sind seit Jahrzehnten eine feste Größe.
Kennen viele Menschen den Namen Ursula Thiss? Das ist zweifelhaft. Nun, außer vielleicht die größten Cineasten oder Filmkritiker. Ursula war nicht nur die Ehefrau des Schauspielers Robert Taylor (mit dem übrigens vor kurzem der Film „Ihr erster Mann“ in der Villa Lentz gezeigt wurde), sondern sie stand auch vor der Kamera. Im Jahr 1952 wurde sie sogar neben Marilyn Monroe zur vielversprechendsten Schauspielerin in der Rangliste der damals populären Zeitschrift „Modern Screen“ erklärt. MM wurde schnell zum Star und ist seit vielen Jahrzehnten eine kulturelle Ikone. Ihr Name und ihr Bild sind auf der ganzen Welt bekannt und mit ihr verbunden. Das Gleiche gilt für Elvis Presley, die Beatles oder Edith Piaf.

Warum also werden manche Künstler zu Ikonen der Kultur und andere nicht? Sind Talent, Aussehen oder vielleicht kontroverse Aussagen oder skandalöse Ereignisse ausschlaggebend? Warum erinnert man sich kaum noch an Ursula Thiss, obwohl sie doch angeblich höllisch begabt war, vielleicht sogar begabter als Marilyn Monroe? Welcher der heutigen Stars hat die Chance, sich dauerhaft in unser Gedächtnis einzuprägen und den Titel einer Ikone zu erreichen?

Heute träumt eine ganze Reihe von Prominenten und Influencern davon, eine kulturelle Ikone zu sein. Die Frage ist, ob die Tatsache, dass man in den Medien präsent ist, der Held (die Heldin) einer beliebten Fernsehsendung oder Reality-Show, einem sofort den Titel einer Ikone verleiht. Eher nicht, obwohl die Medien, einschließlich der sozialen Medien, die Begriffe oft synonym verwenden: Ikone, Star, Berühmtheit. Erinnern Sie sich daran, wie Paris Hilton „hart gearbeitet“ hat, um ständig im Rampenlicht zu stehen? Und das war es auch. Die Medien kommentierten jedes Restaurant, in das sie ging, jede Party, die sie besuchte, und jeden Mann, mit dem sie ausging. Aber es kam damals (und auch später) kaum jemand auf die Idee, die feiernde, reiche Erbin als Ikone zu bezeichnen. Paris hat sogar angefangen, eine Kochsendung zu moderieren, obwohl sie öffentlich zugibt, dass sie nicht einmal ein Ei kochen kann. Na und? Nichts, denn niemand spricht über sie als kulturelle Ikone.

Um sich diesen Titel zu „verdienen“, geben sich die Kardashian-Frauen große Mühe, ihr Leben in einer Reality-Show zu verkaufen. Kürzlich erschien eine von ihnen, Kim, bei der MET-Gala in einem der berühmtesten Outfits des 20. Jahrhunderts, das einer unbestrittenen kulturellen Ikone gehörte – Marilyn Monroe. Es war das Kleid, in dem MM das berühmte „Happy Birthday, Mr. President“ für John Fitzgerald Kennedy sang. Leider hat das „Verkleiden“ als Ikone die Kardashian nicht zu einer echten kulturellen Ikone gemacht. Allerdings wurde Kims Auftritt auf dem roten Teppich selbst von meinungsbildenden Magazinen, die sich bisher überhaupt nicht mit Mode beschäftigt haben, ausführlich kommentiert.

Das Wort „Ikone“ wird heutzutage stark überstrapaziert. Wie oft lesen und hören wir von neuen Ikonen des Stils, der Mode oder der Musik. Es braucht nur ein außergewöhnliches Outfit (oder Styling, wie der Begriff heute auch oft verwendet wird) bei der Oscar-Verleihung und den Golden Globes zu tragen oder einen Hit aufzunehmen, um als Ikone bezeichnet zu werden. Wie sich herausstellt, ist dieser Titel einer „Ikone“ – den man dank eines schönen Kleides oder eines leicht eingängigen Liedes erhält – meist vergänglich. So wurde beispielsweise die Schauspielerin Blake Lively nach der bereits erwähnten New Yorker MET-Gala als Stilikone bezeichnet, als sie im Metropolitan Museum of Art in einem von der Freiheitsstatue inspirierten Kleid erschien. Bei den kürzlich zu Ende gegangenen Filmfestspielen in Cannes waren dagegen fast täglich die Namen von späteren „Mode-Ikonen“ zu hören, und sogar polnische Frauen – Joanna Kulig und Anna Lewandowska – verdienten sich diesen Titel. Während wir unseren Landsleuten die Daumen drücken, dürfen wir nicht vergessen, dass der Medienrummel um eine Person oder die Bezeichnung als Stilikone meist nur vorübergehend ist. Das Showgeschäft ist voll von solchen „Ikonen“, die schnell zugunsten anderer, auch für kurze Zeit, vom Sockel gestoßen wurden. Zugunsten anderer, ebenfalls nur für kurze Zeit. Denn wahre kulturelle Ikonen sind seit vielen Jahrzehnten unverändert geblieben, und bisher sind keine neuen Kandidaten am Firmament zu sehen, egal wie oft wir von neuen Ikonen der Musik, der Mode, des Stils oder der Bühne hören.

Die Villa Lentz beginnt demnächst eine neue Konzertreihe mit dem Titel „Ikonen der Kultur“. Eröffnet wird sie mit einem Abend, an dem das Werk einer echten Ikone im Mittelpunkt steht, kein Star für eine Saison, kein Prominenter, den man aus der Werbung, aus Talentshows oder Reality-Shows kennt. Es ist eine Figur, deren Lieder in der ganzen Welt bekannt sind – Edith Piaf. Sie verzauberte das Publikum mit ihrer tiefen, rauen Stimme. Wenn sie auf der Bühne stand, brauchte sie keine umwerfenden Outfits, keine Diamantenketten, kein ausgefallenes Make-up und keine Frisuren, um mit ihrem Auftreten und der ausdrucksstarken Darbietung ihrer Lieder fast ein Spektakel zu schaffen. Das Publikum liebte Piaf für ihre Authentizität und Emotionalität auf der Bühne. Schon zu Lebzeiten wurde sie zu einer Legende. Genauso wie die anderen Figuren, die in der Villa Lentz in der bereits erwähnten Veranstaltungsreihe „Ikonen der Kultur“ präsentiert werden – Marilyn Monroe oder Louise Armstrong.
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